Magazin | TBS Classics |
23.1.2024
Start in eine neue Γra
Schweizer FernsehenΒ βΒ Mit dem neuen Bundesgesetz werden 1993 auch kommerΒzielle Programmanbieter ΒzuΒgelassen und die Werbung liberalisiert. Erstmals kΓ€mpft das Schweizer Fernsehen mit sinkenden Marktanteilen und zunehmendem Spardruck. FΓΌr den neuen, selbstbewussten Auftritt entwickelt TBS das wegweisende Logo und Corporate Design System.

Der Auftrag an TBS: eine neue, klare Design-Systematik fΓΌr die Deutsche und die RΓ€toromanische Schweiz.
Nach mehreren Logo-Wechseln in den Vorjahren β dem Wolkendesign und dem Kristall β soll das neue Design einen stabilen Markenauftritt schaffen. Gesucht ist ein modernes, griffiges Logo, das den Begriff Β«Schweizer FernsehenΒ» enthΓ€lt und beide Regionen integriert. Mit der AbkΓΌrzung SF DRS (Schweizer Fernsehen der deutschen und der rΓ€toromanischen Schweiz) ist die Aufgabe elegant gelΓΆst: Sie schafft eine klare Unternehmensbezeichnung und zugleich eine einprΓ€gsame Formel im Sinne einer Marke.


TBS erfindet ein prΓ€gnantes, modulares System, das bis Βheute seine GΓΌltigkeit hat.
Das neue Logo wird modular und in insgesamt sieben verschiedenen ΒFarben gestaltet. Die Wahl der Farbe hat dabei keine Kodierungsfunktion, sondern soll die Vielfalt und Buntheit des Programms widerspiegeln. In den verschiedenen medialen ΒAnwendungen wird das Logo krΓ€ftig und plakativ im Kontext eingesetzt. Parallel dazu entsteht in Zusammenarbeit mit dem Bewegtbild-Spezialisten frame eleven und dem Designteam der SRG ein Konzept fΓΌr das umfassende TV-Design und die ΒStations-Signete. Mit den neu entΒwickelten LΓΆsungen wird auch den Programminhalten deutlich mehr Markencharakter verliehen. Ein konsistenter Auftritt auf allen Ebenen des neuen Brands.

Das nΓ€chste Level: ein zweites Programm
1997 wird die nΓ€chste Stufe zur Markterschliessung gezΓΌndet β ein vΓΆllig neues Konzept im ΓΆffentlichen Fernsehen: Das Programm wird auf zwei KanΓ€le aufgeteilt, mit zwei unterschiedlichen Positionierungen. Die EinfΓΌhrung des zweiten Kanals macht eine Differenzierung im Logo und eine Anpassung der MarkenΒarchitektur notwendig: SF1 und SF2 sind geboren. 1999 kommt mit SF info noch ein dritter Programmkanal dazu. 2001 werden die Logos animiert und der Auftritt dynamisiert.

Die klare Positionierung spiegelt sich nun auch in den neu geschaffenen Stations-Signete wider.
SF1 steht fΓΌr eine typisch schweizeΒrische Wirklichkeit, SF2 erweitert das Spektrum, die Sujets sind als Antwort auf die privaten KanΓ€le Βformal und inhaltlich freier und ΒjΓΌnger. Damit ist der Grundstein fΓΌr den heutigen Auftritt als zeitΒgemΓ€sse, vielseitige Medienmarke gelegt β international viel beachtet und auch immer wieder gerne ein bisschen kopiert.
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